Ein stationärer Mischer erfüllt eine andere Aufgabe als ein einfacher Annahmebunker. Er hält nicht nur eine bestimmte Materialmenge vor, sondern mischt sie aktiv und übergibt sie dann durch einen Auslauf an eine Schnecke, einen Kettenförderer oder ein anderes Fördersystem. Das ist interessant, wenn mehrere feste Komponenten vor dem Eintritt in den Fermenter vereinheitlicht werden sollen.
Ein Konzept, drei Größenklassen
Trioliet bietet für Biogasanlagen Solomix 1, 2 und 3 STAT Biogas an. Nach aktuellen Herstellerangaben hat Solomix 1 eine vertikale Schnecke und Volumina von 10–18 m³. Solomix 2 arbeitet mit zwei Schnecken und deckt 12–40 m³ ab; Solomix 3 umfasst mit drei Schnecken 46–80 m³. Der Gesamtbereich ist somit keine durchgehende Konfiguration, sondern eine Reihe von Maschinen mit unterschiedlichen Längen, Antriebszahlen und Platzanforderungen.
Solomix 1 besitzt standardmäßig einen Auslauf, ein elektromotorisch angetriebenes Planetengetriebe, Gegenmesser und Auflager, an denen Wiegezellen angebracht werden können. Für Solomix 2 nennt der Hersteller zwei von einem oder zwei Elektromotoren angetriebene Schnecken. Solomix 3 verfügt über drei separat seitlich angeordnete Elektromotoren mit Planetengetrieben. Diese Unterschiede wirken sich unmittelbar auf Elektroinstallation, Wartungszugang und Anlaufsteuerung unter Last aus.
Was bringt das Mischen vor der Dosierung?
Wenn mehrere Stoffarten in den Behälter geladen werden, können die vertikalen Schnecken Unterschiede zwischen einzelnen Ladeschaufeln verringern. Das Ergebnis muss keine vollständig homogene Mischung sein. Der Austrag zum Fermenter ist aber gleichmäßiger, als wenn jede Schicht einzeln abgegeben würde. Die Mischwirkung hängt von Faserlänge, Feuchte, Schüttdichte, Füllstand und Reihenfolge der Beschickung ab.
Laut Herstellerangaben sind die Schnecken mit Messern ausgestattet; die Gegenmesser lassen sich von Hand einstellen. Diese Bauteile dienen vor allem dem Schneiden und Mischen im Behälter. Sie ersetzen nicht zwangsläufig einen separaten Zerkleinerer, wenn das Substrat sehr lange Fasern oder Fremdkörper enthält oder die nachfolgende Pumpentechnik eine genau begrenzte Partikelgröße verlangt.
Die Auslegung umfasst mehr als das Behältervolumen
Das Nennvolumen muss mit dem tatsächlichen Schüttvolumen der täglichen Substratportion verglichen werden. Für die Auswahl muss bekannt sein, wie oft der Bediener den Mischer täglich befüllt, wie lange das Material darin bleibt und welche Reserve für wirksames Mischen erforderlich ist. Relevant sind auch Maschinenhöhe, Zugang für den Lader, Lage der Elektromotoren und Übergabehöhe zum nächsten Förderer.
Auch die Wiegetechnik ist vorab festzulegen. Solomix kann auf Auflagern mit Wiegezellen stehen. Die Dosierqualität hängt jedoch von der ganzen Kette ab: korrekte Befüllung, stabiler Untergrund, Kalibrierung, Austragsgeschwindigkeit und Steuerungslogik. Die Waage erfasst die Massenänderung im Behälter; sie verhindert für sich genommen weder Brückenbildung noch Materialrückfluss oder eine Überlastung der nachgeschalteten Schnecke.
Für welche Anlagen eignet sich das System?
Solomix eignet sich, wenn aktives Mischen zur geforderten Funktion gehört und genügend Höhe sowie Wartungsraum für den vertikalen Behälter vorhanden sind. Für eine Anlage mit nur einem gut fließfähigen Substrat kann ein einfacher Bunker genügen. Bei Mischungen fester Komponenten mit unterschiedlicher Dichte kann der Mischer nützlich sein; sein Auslauf muss dennoch zum Förderer und zur Annahme im Fermenter passen.
Quellen und weiterführende Literatur
- Trioliet – Solomix 1 stationary feed mixer for Biogas
- Trioliet – Solomix 2 stationary feed mixer for Biogas
- Trioliet – Solomix 3 stationary feed mixer for Biogas
Kapazitäten und Anlagenbeschreibung beruhen auf öffentlich zugänglichen Herstellerinformationen und sind für die konkrete Ausführung zu prüfen. Die Illustration zeigt ein Funktionsprinzip und keine genaue Werkskonfiguration. Der Inhalt dient der Information und ersetzt weder die Auslegung noch ein Herstellerangebot.
